Bilder aus 2019

Badische Revolution in Stockach

Die Bürgerstiftung unterstützt die Gedenkveranstaltung zur „Badischen Revolution“. Jan Elert stellt die Ausrufung der Revolution durch Josef Fickler vom Balkon des Hauses Dandler am 9. März 1848 dar. Rechts daneben steht Ehrenfried Bantel, der Hauptorganisator der Gedenkveranstaltung.

Gedenkveranstaltung zur Badischen Revolution: Darstellung des Barrikadenkampfes in der Stockacher Hauptstraße.

Gedenkveranstaltung zur Badischen Revolution: Festnahme der Revolutionäre dargestellt durch den Hauptmann der Sipplinger Bürgermiliz.

Informationsabend der Bürgerstiftung am 08.04.2019

„Wir sind kein Verein, sondern eine Stiftung, deshalb laden wir nicht zur jährlichen Generalversammlung ein, sondern zu einem Informationsabend für unsere Mitglieder und für die Öffentlichkeit“, erklärt der erste Vorsitzende Manfred Peter, der bei dieser Veranstaltung traditionell einen Rechenschaftsbericht über das vergangene Jahr präsentiert. Im Wesentlichen erläuterte er den zahlreichen Gästen, wofür sich die Stiftung im Jahr 2018 eingesetzt hat und welche Projekte gefördert wurden. Bezogen auf diese Projekte betonte Peter, dass die Bürgerstiftung nicht nur wenige große und spektakuläre Projekte fördere, sondern dass die Förderungen breit gestreut würden, damit möglichst viele Mitbürger in Stockach mit den Ortsteilen vom gemeinnützigen Wirken der Stiftung etwas spüre. „Ich appelliere an die Bevölkerung, sich nicht zu scheuen, auch für kleinere Projekte bei der Stiftung um Unterstützung anzufragen“, betonte Peter. So erklärte er, dass im vergangenen Jahr zum Beispiel auch ein Klein-Projekt mit dem Betrag von 85 EURO unterstützt worden sei.

Er gab den Besuchern des Abends, der musikalisch vom 14-jährigen Pianisten, Kenny Kilchmann, musikalisch umrahmt wurde, detailliert Auskunft, welche Beträge in Bildung und Erziehung (insgesamt 3.615 EURO), Kinder und Jugendliche (insgesamt 10.100 EURO), mildtätige Zwecke (insgesamt 2.704 EURO), Kultur (insgesamt 4.664 EURO), Senioren bzw. Altenhilfe (insgesamt 6.646 EURO), Flüchtlinge (insgesamt 384 EURO) und das Krankenhaus (insgesamt 7.083 EURO) geflossen sind, wobei der Betrag für das Krankenhaus aus dem „Christel und Rudolf Stumpp Stifterfond“ stamme.

Peter und sein Team legen größten Wert darauf, wiederholt hervorzuheben, dass eingegangene Stiftungsbeträge und Spenden in vollem Umfang dem Stiftungszweck zugutekommen. „Wir arbeiten wirklich ehrenamtlich; es gibt auch keine Aufwandsentschädigungen für geleistete Arbeit innerhalb der Stiftung“, betont Peter. Um zu zeigen, wie sparsam die Stiftung mit Geldern umgeht, schlüsselte er die geringen Verwaltungskosten von insgesamt 1.696 EURO für das Jahr 2018 detailliert auf. In diesem Betrag seien die Kosten für die Feierlichkeiten anlässlich des 10-jährigen Jubiläums, Kosten des Internetauftritts, Bankgebühren sowie Briefmarken enthalten.

Auf besonderes Interesse seitens der Zuhörer stießen seine folgenden Erläuterungen: Im Jahr 2018 förderte die Bürgersstiftung Projekte im Gesamtbetrag von 35.198 EURO. „Vor zehn Jahren waren es noch 7.076 EURO“, erklärte Peter und fügte an, dass die Stiftung in den vergangenen zehn Jahren insgesamt den Betrag von 178.250 EURO für Stiftungszwecke ausgeben konnte.

Am 31.12.2018 betrug laut Peter das ´Unantastbare Stiftungsvermögen´ 1.638.680 EURO, das von 199 Stiftern stamme. Die Zinseinnahmen im Jahr 2018 betrugen 20.965 EURO und die Spenden beliefen sich auf 10.491 EURO.

Auch wies Herr Peter auf die neue Homepage hin, die seit gut drei Wochen im Netzt stehe. Jeder solle sich über sie über die Stiftung und deren Projekte und Veranstaltungen informieren können. www.buergerstiftung-stockach.de

Zum Abschluss seiner Ausführungen bedankte sich der Vorsitzende bei allen Stiftern und Spendern sowie bei den Mitgliedern des Stiftungsrats und der Vorstandschaft. Und an die Gäste gewandt, sagte Peter, dass das Motto der Stiftung nach wie vor laute: „Wir wollen mithelfen, die Lebensqualität in Stockach zu verbessern.“ Den zweiten Teil der Veranstaltung bestritt Uli Fricker, Journalist des Südkuriers, der von Karin Bacher, Mitglied des Vorstands, kurz vorgestellt wurde und zum Thema „fake news“ sprach.

Text: Reinhold Buhl

Fakten oder fake news – kann man den Medien noch trauen?

Nachdem Karin Bacher von der Bürgerstiftung den Gast als profunden Kenner des Themas, sowie als Hobby-Koch, Pianisten und Organisten, der auch in Allensbach in der St. Nikolaus-Kirche Orgel spiele, vorgestellt hatte, eröffnete Fricker seinen Vortrag mit der Frage: „Kann man der Tageszeitung oder der Tagesschau noch über den Weg trauen oder liefert das Internet die tatsächlichen news?“

Mit einem headset ausgestattet, und damit für die vielen Zuhörer im Saal gut verständlich, näherte sich Fricker dem Thema fake news mit ein paar einschneidenden Beispielen. Er führte unter anderen den erst kürzlich aufgeflogenen Skandal eines Spiegelreporters auf, der durch seine fantastischen Reportagen einen exzellenten Ruf genoss, bis ein Spiegel-Kollege aufdeckte, dass all seine Geschichten, für die er mehrfach ausgezeichnet wurde, schlichtweg nicht stimmten. Zur Ehrenrettung müsse man allerdings festhalten, so Fricker, dass der Spiegel selbst den Skandal öffentlich gemacht habe und damit journalistisch sauber gearbeitet habe.

Natürlich kam er bei „fake news“ auch am amerikanischen Präsidenten Donald Trump nicht vorbei, der 2017 behauptet habe, dass bei seiner Amtseinführung eine größere Menschenmenge als bei Obamas Einführung anwesend gewesen sei; eine Täuschung, die durch vergleichende Fernsehbilder eindeutig offengelegt worden sei. Auch erzählte er von der 13-jährigen Lisa, die in Berlin wohne, einer deutsch-russischen Familie entstamme und eines Tages nach der Schule nicht nach Hause gekommen sei. Lisas Freunde posteten sofort die Tatsache des Nicht-Nachhause-Kommens und sprachen von Entführung und Vergewaltigung. Ein Fall, in den sich damals sogar der russische Außenminister eingeschaltet habe, denn auch er sei auf diese „fake news“ hereingefallen. Das Mädchen hatte eine schlechte Note in der Schule geschrieben und deswegen bei einer Freundin übernachtet.

Das Fatale an „fake news“ sei, laut Fricker, dass sie, einmal in die Welt gesetzt, schwer auszurotten seien. So halte sich bis heute das Gerücht, dass die Mondlandung der Amerikaner niemals stattgefunden habe, sondern dass die Mond-Szenen in Hollywood in einem Filmstudio gedreht worden seien.

Fricker gestand ein, dass auch in dieser Zeitung Fehler, wie Zahlendreher, Namensverwechslungen, Flüchtigkeitsfehler usw. vorkämen. Diese Fehler seien jedoch keine „fake news“, denn deren Absicht sei es, absichtlich falsche Meldungen zu platzieren, um Leute zu manipulieren, zu diffamieren, zu täuschen und sie hinters Licht zu führen.

Im Internet werde viel behauptet, aber die Quelle der Information würde nicht genannt und hinter der Anonymität des Netzes verstecke sich dann der vermeintliche Schreiber. Hier verstoße das Internet gegen die Grundregel des Journalismus, die da heiße, Ross und Reiter zu nennen, was in der Tageszeitung im Impressum bzw. bei jedem Artikel durch die Namensnennung getan werde. Sein Appell: „Vertrauen Sie der Tageszeitung, die von der großen Mehrheit der Bevölkerung für seriös angesehen wird.“

Natürlich sei es nicht immer einfach,  bewusste Täuschungen zu erkennen. Man solle jedoch seinem Urteilsvermögen trauen. „Wir brauchen ein gewisses Grundvertrauen, auch den seriösen Medien gegenüber, denn ohne dieses ist ein Zusammenleben nicht denkbar“, so Frickers Fazit.

Text: Reinhold Buhl

Draussen Schule

Die Grundschule Stockach führt in Kooperation mit dem UmweltZentrum Stockach sowie mit Unterstützung der Bürgerstiftung Stockach das Pilotprojekt „Draußen-Schule“ durch. Die Lehrerin Laura Keller (auf dem Bild rechts) ist mit ihrer 4. Klasse jeweils am Donnerstag so oft wie möglich im Wald und macht von 8 bis 13 Uhr mit ihren 25 Schülern alle Fächer durch, und zwar von Deutsch über Rechnen bis zur Sachkunde und Sport.

Die Bürgerstiftung Stockach hat für dieses Projekt den Bollerwagen Eckla, Seile, Werkzeug, Schreibunterlagen und Plane zur Verfügung gestellt.

Die Schüler haben Spass beim Turnen mit den Seilen usw..

Im Sachkunde- und Biologieunterricht hat die Leiterin des UmweltZentrums Stockach, Sabrina Molkenthin (Bildmitte) mit den Schülern Waldkräuter gesammelt und damit Kräuterbutter hergestellt.

Jugendfreizeit der Fußballmädchen der FSG Zizenhausen / Hindelwangen / Hoppetenzell in Ottobeuren

Als Hilfe im sportlichen Bereich unterstützte die Bürgerstiftung finanziell die Jugendfreizeit verbunden mit einem viertägigen Trainingslager für die Fußballmädchen der FSG Zizenhausen / Hindelwangen / Hoppetenzell in Ottobeuren. Dabei wurden mit viel Spaß Kondition und Koordination trainiert und das WIR – Gefühl im Team konnte eine deutliche Stärkung erfahren.

Begegnung von Flüchtlingskindern und Senioren

Mit Übernahme der Kosten für die erforderlichen Materialien unterstützte die Bürgerstiftung die von Ute Kohlmann initiierte Begegnung von Flüchtlingskindern mit Senioren des Evangelischen Altenpflegeheims zum gemeinsamen Malen.